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Auswertungen

Die Auswertung umfasst verschiedene Analysen einer Lebensmittelauswahl. Alle Auswertungen basieren auf den Nährwertdaten und Klassifizierungen der generic single foods. Das ist möglich, weil sowohl generic composite foods als auch branded foods in unserer Datenbank letztlich auf Rezepte aus generic single foods zurückgeführt werden.

Voraussetzung für jede Auswertung ist eine Liste von Lebensmitteln mit Verzehrmengen (z. B. ein Tagesprotokoll oder eine Mahlzeit) in der Anfrage an den jeweiligen Endpunkt. Bei Lebensmitteln mit Verarbeitungszustand wird berücksichtigt, ob die Verzehrmenge sich auf die Ausgangsform oder den Verarbeitungszustand bezieht. Wurde vor der Zubereitung gewogen, werden Gewichtsänderungen und Nährstoffverluste einberechnet.

POST /evaluate/nutrition-summary

Die Nährstoffzusammenfassung liefert die Summe aller aufgenommenen Nährstoffe über die ausgewählten Lebensmittel. Diese Auswertung entspricht einer kompletten Nährwertberechnung der Ernährung. So kann man neben Kalorien und Makronährstoffen auch Vitamine, Mineralstoffe und weitere Inhaltsstoffe auswerten.

POST /evaluate/macro-distribution

Die Makronährstoffverteilung bezieht sich auf die Aufteilung der Gesamtenergie auf die Makronährstoffe. Konkret wird berechnet, welcher Anteil der Kalorien aus Kohlenhydraten, aus Fetten, aus Proteinen und aus Alkohol stammt. Das Ergebnis wird in Prozent der Gesamtenergie angegeben und gibt einen schnellen Überblick über die Makronährstoff-Balance der Ernährung.

POST /evaluate/healthy-eating-index

Der metric Healthy Eating Index (mHEI) ist eine publizierte Variante des US-amerikanischen Healthy Eating Index (HEI). Er bewertet die Ernährungsqualität auf Basis von Ernährungsrichtlinien (Dietary Guidelines for Americans 2015). Ursprünglich wurde der HEI in den USA entwickelt und verwendet Maßeinheiten und Referenzportionen des US-Systems. Der mHEI übernimmt unverändert die 13 Bewertungs-Komponenten des HEI-2015, passt aber alle Mengenangaben an das metrische System an. Der Kern des HEI-Rahmenwerks wurde seit 2015 nicht verändert und ist weiterhin aktuell.

Statt einzelne Nährstoff-Mengen zu betrachten, fokussiert der Index auf Lebensmittelgruppen und Ernährungsmuster im Verhältnis zur aufgenommenen Energie. Damit betont er die Wichtigkeit einer abwechslungsreichen Auswahl vorwiegend nährstoffreicher, energiearmer Lebensmittel. Die absolute Energiemenge ist nicht ausschlaggebend für die Berechnung, sondern die Qualität der Auswahl relativ zur enthaltenen Energie. Dadurch kann der mHEI flexibel auf verschiedenen Größenordnungen angewendet werden, von Tages- zu Wochenprotokollen bis hin zu ganzen Rezeptdatenbanken. Für einzelne Mahlzeiten ist der mHEI weniger geeignet, da er auf das Gesamtmuster der Ernährung abzielt.

POST /evaluate/energy-density

Die Energiedichte (ED) beschreibt, wie viel Energie ein Lebensmittel pro Masseeinheit liefert (kcal/g). Übertragen auf die Gesamternährung ist die durchschnittliche ED ein Maß dafür, wie energiegeladen die Lebensmittelauswahl im Mittel ist. Bei der Berechnung werden Getränke nicht miteinbezogen, da sie oft eine sehr geringe ED aufweisen und weniger sättigen als feste Nahrung. Selbst stark zuckerhaltige Getränke wie Limonaden würden sich meist positiv auf die ED einer gesamten Ernährung auswirken. Ihre Kalorien werden deshalb separat betrachtet („Getränkekalorien“).

Die Trennung zwischen „zählt als Essen“ und „zählt als Getränk“ ist in der Praxis nicht trivial. So können flüssige oder halbflüssige Speisen wie Smoothies, Suppen oder Milchshakes je nach Kontext als Essen oder Getränk betrachtet werden. Wir klassifizieren deshalb generic single foods in der Datenbank als is_solid = True/False. Für generic composite foods und branded foods leiten wir den Wahrheitswert is_solid aus den enthaltenen generic single foods ab. Sind mehr als 25 % der Zutaten (Gewichtsbasis) feste Lebensmittel, wird das gesamte Lebensmittel als is_solid = True klassifiziert. Die Hydratationsfaktoren bei branded foods werden dabei berücksichtigt.