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Lebensmitteltypen

Unsere Datenbank unterscheidet drei Lebensmitteltypen:

  • Generische Einfach-Lebensmittel (generic single foods)
  • Generische Verbund-Lebensmittel (generic composite foods)
  • Markenlebensmittel (branded foods)

Generische Einfach-Lebensmittel bestehen aus genau einer Zutat (z. B. „Apfel“). Sie basieren auf einer händisch geführten Lebensmittelliste, die zunächst nur Produkte in Rohform mit Nährwerten aus dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0 (BLS 4.0) umfasst. Jedem Eintrag wird eine Oberkategorie zugewiesen, die verfügbare Verarbeitungszustände standardisiert.

Gemäß der mHEI-Methodik sind abgeleitete Lebensmittel (z. B. „Apfelsaft“) mit ihrem übergeordneten Lebensmittel (z. B. „Apfel“) verknüpft, um die korrekte Berechnung von mHEI-Äquivalenten sicherzustellen. Für Verarbeitungszustände werden Nährstoffveränderungen mithilfe von Ausbeutefaktoren und Retentionsfaktoren aus der wissenschaftlichen Literatur berechnet.

Generische Verbund-Lebensmittel sind Rezepte (z. B. „Fruchtsaftschorle Apfel“), die vollständig aus generic single foods mit Mengen und Verarbeitungszuständen bestehen. Dadurch lässt sich ihr Nährstoffprofil direkt und präzise berechnen. Die Auswahl umfasst Haushaltsrezepte (z. B. „Waffelteig“), lose Ware (z. B. „Brötchen mit Fleischkäse“) sowie generische Alternativen für Markenlebensmittel (z. B. „Colagetränk koffeinhaltig“).

Anders als bei generic single foods ist die Ausgangsform nicht die Rohform, sondern eine Mischung aus Verarbeitungszuständen auf Zutatenebene. Bei Haushaltsrezepten werden die Zutaten üblicherweise in Rohform abgewogen. Bei loser Ware ist das Wiegen des Lebensmittels in der Ausgangsform üblich. Bei generischen Alternativen für Markenlebensmittel ist das Gewicht der Ausgangsform meist bereits bekannt, und häufig erfolgt noch eine Weiterverarbeitung auf Rezeptebene (z. B. beim Kochen einer Packung Nudeln).

Die Markenlebensmittel bilden die Produktauswahl der Lebensmittelhersteller ab (z. B. „Twix“). Im Gegensatz zu generischen Lebensmitteln erfassen sie produktspezifische Variationen der Zutaten und Nährwerte (z. B. den Unterschied im Zuckergehalt zweier Knuspermüslis).

Die Rohdaten werden direkt von den Herstellern über das GDSN bezogen. Wir nutzen nur Daten, die von den Herstellern an den öffentlichen Datenpool publiziert werden.

Mithilfe von Large Language Models (LLMs) werden Zutatenverzeichnisse geparst und auf generic single foods und generic composite foods gemappt. Auf Basis der deklarierten Nährwerte der branded foods und der Nährwerte der generischen Lebensmittel werden Zutatenmengen über Optimierungsalgorithmen geschätzt und das vollständige Nährwertprofil berechnet. Während der Aufbereitung werden unvollständige und mangelhafte Rohdaten ausgeschlossen.

Gegenüber generic composite foods haben branded foods den Vorteil, dem tatsächlichen Verzehr zu entsprechen, sodass Nachbearbeitung nicht erforderlich ist. Die Ausgabe der Zutaten wäre ohnehin aufgrund teilweise sehr langer Zutatenlisten (50+) nicht benutzerfreundlich.